18.11.2015: Vampir & Co auf die Bühne gebracht

Am 18.11.2015 erschien nachfolgender Artikel im Stuttgarter Wochenblatt:

Vampir & Co auf die Bühne gebracht
Aufwendiges Musical-Projekt der Waldschule

„Wer tanzt schon mit Vampiren“ heißt das Musical der Waldschule Degerloch, das an drei Abenden aufgeführt wurde. Auf dem Junggesellinnen-Ausflug erliegt Hauptdarstellerin Bella dem Charme von Vampir Vlad Dragul von Krolock. Ihr karrierebewusster Bräutigam verblasst schnell neben dessen Ausstrahlung und macht in Sachen Liebe selbst eine überraschende Kehrtwende. Das Musical ist auch eine lustvolle Persiflage auf bekannte Vampirfilme und lieferte wahre Szenen-Knaller.

Wo sonst werden die Köpfe des Schulleiters und zwei weiterer Lehrer, gespickt mit Apfelschnitten und anderem, als Menü präsentiert? Man darf das Musical der Waldschule, das fast 170 Mitwirkende mobilisierte und zwei Jahre Vorbereitungszeit kostete, durchaus als kleines Bühnenspektakel bezeichnen. Musiklehrter Simon Brommer, der die Fäden in der Hand hielt, zahlreiche originelle Regie-Einfälle hatte, für die musikalische Begleitung durch das Schulorchester und für die Technik verantwortlich zeichnete, hatte zahlreiche weitere „Fachkräfte“ an der Hand: Laura Bosch, die sich in der Regie, beim Drehbuch und den Kostümen stark machte, Waldschule-Geschäftsführer Fred-Jürgen Bulach und Silke Pfitzner, die für die Technik zuständig waren. Florina Jawla, die mit Heiko Kaiser zauberhafte Bühnenbilder umgesetzt hatte oder auch Sabine Nania, die für die aufwendige Maske zuständig war. Daneben brillierten die mit Witz, Spielfreude und Gesangstalent agierenden Schüler. Kurz, das Musical war eine grandiose Gemeinschaftsleistung. Brommers Connections zur Musikszene ist es zu verdanken, das Profimusiker wie Bassist Andreas Ehret oder der Schlagzeuger Daniele Traversi das Schulorchester bereicherten. „Ich hab so 14, 15 Songs für unser Musical umgeschrieben“, erklärte Brommer. So war also fast alles live, was man zu hören bekam. Lediglich die anspruchsvollen Choreografien unter der Leitung von Barbara Miller arbeiteten mit der Konserve. Mal waren es wunderschöne blaue Skelette, die sich im Schwarzlicht bewegten, mal war es eine mitreißende Breakdancenummer, die das Publikum begeisterte. Zahlreiche Gesangseinlagen beeindruckten ebenfalls. Besonders prägnante Szenen lieferte da etwa die Hauptdarstellerin Bella (Maya Scharf). Mit ihrer Titanium-Interpretation aber auch Chiara Freudigmann. Zur Geschichte: Nachdem sich die Junggesellinnen Bella, Jacqueline (Chiara Ricciotti), Nikita (Chiara Freudigmann) und Renate (Rebecca Pantow) nach Transsylvanien verirrt haben, verliebt sich Bella in Vlad Dragul von Krolock (Tim Ilzhöfer). Das scheint, obgleich er sie ebenfalls zur Vampirin macht, viel romantischer zu sein als die bisherige Beziehung Bellas zum karrierebewussten Bräutigam Belmondo (Michel Ehmann). Am Ende ist das für Belmondo jedoch kein Problem, denn er hat über den köstlich säuselnden Eduard von Krolock (Fabian Müller) – Müller besitzt offensichtlich komödiantisches Talent – zur Homosexualität gefunden. Auch die Beiträge der ökologisch bewussten und auf totale Harmonie bedachten Renate, die Figur ist auch ein Einfall Brommers, kitzelte beständig den Lachmuskel der Zuschauer. Unter dem ständigen Wechsel von Gesang, Tanz und Spiel und im Wirbel der Lichtkegel verging die Persiflage auf Vampir & Co. wie im Flug.

 

Melanie Axter

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