Schullandheim

Segelcamp: Schullandheim der 8c am Bodensee - April 2016

Die Klasse 8c unternahm in der Woche vom 4. April 2016 eine Klassenfahrt zum Bodensee. Für alle war das etwas ganz Besonderes, da zunächst gar nicht geplant war ins Schullandheim zu fahren. Dank den Eltern - insbesondere Yvonne Lutz -, die sich enorm ins Zeug gelegt haben, etwas für uns zu finden, konnten wir doch gehen. Auch Herr Busch und Frau Miller sind wir dankbar, die sich bereit erklärt haben, uns in dieser Woche zu beaufsichtigen.

Am Montag um 7:30 trafen wir uns alle vor der Waldschule, um von dort aus mit dem Bus nach Gaienhofen zu fahren. Dort kamen wir nach ungefähr zwei Stunden Fahrt am Campingplatz Horn an. Dort hatte das „Segelcamp“ einen eigenen Bereich. Wir teilten uns alle in Sechser-Zelte auf und richteten uns ein. Nach kurzem Erkunden der Zelte, sowie der Umgebung, wurden alle ins Hauptzelt gebeten, indem unter anderem auch die Mahlzeiten stattanden. Dort bekamen wir eine kurze Einführung in die Woche und in die Campregeln. Anschließend gingen wir gemeinsam zum gut zu Fuß erreichbaren Strandbad. Nachdem wir die Camp Mitarbeiter uns dort die wichtigsten Knoten zeigten, durften wir gemeinsam im Bodensee baden. Zugegeben, beim ersten Eintauchen in das 20°C kalte Wasser tat sich so Mancher recht schwer, aber eine Außentemperatur von ungefähr 35°C erleichterte uns das.

Am Dienstag hieß es dann erstmal „Theorie“. Wir bekamen die Grundbegriffe sowie viele anderen Details gelehrt, die wir zum Segeln benötigen. Nachmittags wurde uns gezeigt, wie man ein Segelboot auf- und auch wieder abbaut. Am Abend durften wir endlich das erste Mal mit dem Boot ins Wasser. Noch ohne Segel, dafür aber mit zwei Paddeln ausgestattet, führten wir ein kleines Wettrennen durch. Ziel war es, ein Gefühl für das Steuern mit dem Ruder zu bekommen. Auch wenn ein Paddel abbrach und man danach mit den Händen paddeln musste, war das richtig lustig.

Mittwoch war dann der erste Tag, an dem wir mit Segel ins Wasser durften. Am Anfang taten sich die meisten noch etwas schwer das Boot auf Kurs zu halten, was mit Sicherheit auf den schwachen Wind zurückzuführen ist, aber nach einer halben Stunde Segeln, drehte der Wind auf einmal die Richtung und war mindestens doppelt so stark. Plötzlich wurde man enorm schnell. Auf einmal musste man viel präziser arbeiten, da das Boot deutlich schneller reagierte. Auch hier gab es bei dem ein oder anderen noch Anfangsschwierigkeiten und ein Mitschüler bekam als Folge dessen sogar den Baum, die Stange an der das Segel befestigt ist, mit voller Wucht gegen den Kopf. Der Wind wurde so schnell, dass uns die Betreuer nach und nach aus dem Wasser holten, weil es für uns zu gefährlich wurde. Nach dem Abendessen durfte jeder noch eine Runde mit dem „Crazy Sofa“ fahren, eine überdimensionale Luftmatratze für fünf Personen, die an einem Motorboot hängt. Wer es davor noch nicht wusste, ist jetzt davon überzeugt, dass Wasser tatsächlich hart ist. Wer sich mittig auf der Matratze hinlegte, hatte gute Chancen die Fahrt unbeschadet zu überstehen, aber je weiter außen man sitzt beziehungsweise liegt, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit, besonders in den Kurven, den Halt zu verlieren. Aber man kann definitiv behaupten, dass jeder Spaß daran gefunden hat, wie unschwer an den vielen lachenden Gesichtern zu erkennen war.

Am vorletzten Tag, dem Donnerstag wurde ebenfalls gesegelt. Auch wenn der Wind zunächst sehr schwach war, hatten wir Hoffnung, dass er sich, wie schon am Vortag, dreht und stärker wird. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber sie stirbt. An diesem Tag traf dieser Satz leider ziemlich den Nagel auf den Kopf. Am Ende war es mehr ein Herumtreiben als Segeln, und trotzdem hatten wir wieder Spaß. Stück für Stück fingen wir an gegenseitig unsere Boote zu kentern, bis wir dann schließlich alle Segelboote ein letztes Mal zurück an Land holten. Wenn der Wind auch nicht ganz so stark war, gab es am Donnerstag immer noch den Grillabend auf den sich alle freuten. Aber nicht nur das, auch das Halbfinale der Europameisterschaft war an diesem Tag. Auch wenn Deutschland Frankreich nicht besiegen konnte, bleibt dieser Abend allen für immer in Erinnerung. Schließlich passiert es nicht oft, dass man mit der ganzen Klasse ein solches Spiel anschaut.

Selbstverständlich haben wir nicht eine Woche lang umsonst, sondern für den Segelschein gelernt. Um den zu bekommen, mussten wir eine kurze Prüfung schreiben, und dem Leiter des Camps zwei Knoten vorknoten. Nach der Auswertung der Prüfungen, konnten alle stolz auf eine bestandene Segelprüfung sein. Kurz nach dem Mittagessen kam auch schon der Bus, der uns dann zurück zur Waldschule fuhr.

Ohne zu übertreiben, kann man beim Gedanken an diese Woche von einer in jeder Hinsicht perfekten Woche sprechen, die wir erleben durften. Sie wird auf jeden Fall für immer in guter Erinnerung bleiben.

Felix Hahn

 

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