Projekte

Patenschaft des Schülercafés


Das Schülercafé der Waldschule hat die Patenschaft für den zehnjährigen Sujan aus Katmandu in Nepal übernommen.

 

Sujan lebt seit 2007 in einer Wohngruppe von  „Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal e.V.“ in Katmandu. Dort geht er in eine Schule und lebt unter pädagogischer Betreuung mit 29 anderen Kindern zusammen. Im Alter von fünf Jahren wurde Sujan von Nachbarn aus Gorka zum „Haus der Hoffnung“ gebracht, da niemand für ihn sorgen konnte. Er besaß damals außer einer Plastiktüte mit einem T- Shirt und einer Hose zum Wechseln nur die Kleider und die Plastiksandalen, die er an hatte. Der Vater ist verstorben und die Mutter mit dem neuen Ehemann weggezogen. Sie ließ Sujan bei den alten Nachbarn zurück. Inzwischen besucht Sujan die 4. Klasse. Jetzt im März ist Schuljahresende und Sujan muss in acht Unterrichtsfächern Prüfungen machen. Nach 10 Tagen Ferien geht es mit dem neuen Schuljahr weiter.

Die Organisation „ Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal“ ist der Träger dieses Hilfsprojektes und es bestehen enge Kontakte der Verantwortlichen zur Arbeit in Nepal. Nähere Informationen zur Organisation sind unter http://www.hausderhoffnung-nepal.de erhältlich.

 

 

Das Schülercafé der Waldschule möchte  Sujan durch Briefkontakte auf Englisch und durch Übernahme einer regelmäßigen  finanziellen Patenschaft unterstützen. Sujans Leben in der Wohngruppe und sein Schulbesuch kann durch diesen finanziellen Beitrag gesichert werden. Damit können die Waldschüler Verantwortung für einen Jungen mit übernehmen, der schlechtere Lebensbedingungen hat als sie selbst.

Eine Pinwand gegenüber der Verkaufstheke informiert über Sujan und über das Leben in Nepal. Zu den Verkaufszeiten in der Mittagspause wird eine Spendendose aufgestellt und wir freuen uns über jeden, der Sujan mit unterstützt (März 2012).

 

Neuigkeiten von Sujan (Dezember 2012)

Neuigkeiten von Sujan (November 2014)

Petra Winchester

 

 

 

SchülerKunst im Parkhaus

Seit 14 Jahren veranstaltet die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg das Projekt „SchülerKunst im Parkhaus“. 250 Wandflächen in Stuttgarter Parkhäusern wurden inzwischen gestaltet. Der Wettbewerb 2011/12 stand unter dem Thema „BW-mobil: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft der Mobilität“. Zu gestalten waren Wände in der Landtagstiefgarage.
Unter den 12 teilnehmenden Schulen aus Stuttgart war auch die Waldschule Degerloch. Schüler der Klassen 10e und 10f haben sich dem Wettbewerb gestellt und Entwürfe abgeliefert. Es gab eine Prämierung der schulbesten Arbeit und zwei weitere Entwürfe wurden zur Realisierung angekauft. Einen Überblick über die SchülerKunst im Parkhaus finden Sie hier. Im Mai 2012 wurde das Werk der Waldschüler installiert:



Bei unseren Überlegungen, wie wir Bewegung sichtbar machen können, sind wir auf  die bildnerische Darstellung der menschlichen Evolution gestoßen. Diese Darstellung haben wir uns als Vorbild genommen für das Thema Mobilität. Ausgehend von einem Menschen, der zu einem Sprint startet (Bewegung zu Fuß), haben wir das Fahrrad und das Auto gewählt als Vertreter für die Weiterentwicklung der Mobilität des Menschen.
Zunächst haben wir die Aufgabe fotografisch umgesetzt. Wir haben unsere Silhouette in den entsprechenden Positionen fotografiert und anschließend ein wenig am Computer nachbearbeitet. Anschließend haben wir uns verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten überlegt, wie z.B. das Ausschneiden der Figuren in Lebensgröße, eine Anbringung mit Abstandshaltern auf der Wand  und die Hinterlegung mit weißem oder farbigem Licht. (Sebastian Kaspar, Philip Kraft)
 

 

 


Von der Natur lernen?

Das Rosensteinmuseum bietet gerade eine Sonderausstellung mit dem schlichten und vielseitigen Namen „SEX“ an. Als Biologiekurs der Jahrgangsstufe 2 konnten wir uns dies natürlich nicht entgehen lassen und gingen den wesentlichen Dingen einmal auf den Grund.

„Regel Nummer eins: Die Frauen sind die Starken und die Männer die Schönen“, sagte uns Ulrich Schmid gleich am Anfang der Führung, was uns stark zum Grübeln anregte.  Welche Eigenschaft jetzt erstrebenswerter ist, soll keine Rolle spielen, auf jeden Fall sei es in der Natur so, dass die Männer attraktiv sein müssen und die Frauen dann aussuchen. Schließlich hat das Weibchen ja auch viel größere Investitionen, wenn es neues Leben auf die Welt bringt. Beim Menschen ist die Eizelle einer Frau 85.000mal so groß wie das Spermium eines Mannes. Dafür produziert der Mann davon täglich über 100 Millionen, die er möglichst gewinnbringend einsetzen möchte. Die Kosten der Aufzucht werden bei den meisten Tieren zum größten Teil von der Frau getragen.

Im Gegenzug für die hohe Investition weiß das Weibchen später aber auch, dass sie wirklich die Mutter ist. Die Männer müssen sich also ordentlich bei den Weibchen ins Zeug legen, falls sie Nachkommen haben wollen.

Aber wie beeindruckt man denn jetzt ein hübsches Weibchen? Herr Schmid konnte den Jungs dazu die vielseitigsten Anregungen mitgeben. Ein Beispiel gibt der Pinguin. Das Männchen bringt seiner Begehrten einen Stein für den Nestbau als Geschenk mit, um ihr Herz zu gewinnen. Oder die Spinne: Die Spinnenweibchen lassen sich mit einem möglichst großen Insekt bescheren. Je größer das mitgebrachte Insekt, desto mehr Zeit hat das Männchen seine Spermien zu positionieren. Auch der Affe bringt seiner Angebeteten eine Banane mit, um ihr seinen Wohlstand zu zeigen.

Nun aber zur eigentlichen Fortpflanzung: 3 Milliarden Jahre lang fand das Leben nur unter Wasser statt. „Also ziemlich langweiliger Sex“, so Ulrich Schmid . Mit dem Leben auf dem Land, vor etwa 500 Millionen Jahren, entwickelten sich dann die vielseitigsten Methoden des Fortpflanzungsaktes.  Ein ganz besonderes Beispiel ist der Krake. Einer der vielen Arme des Krakenmännchens ist sein Geschlechtsteil, welcher sich von ihm löst und im wahrsten Sinne des Wortes selbstständig wird. Dieser kriecht dann in die Geschlechtsöffnung  des Krakenweibchens, gibt die Spermien ab und bleibt dort. Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass die Öffnung versiegelt wird und somit keine Spermien anderer Krakenmännchen den eigenen Konkurrenz machen können. Bei vielen Schnecken ist es so, dass sie jedes Mal aufs Neue entscheiden, wer das Männchen und wer das Weibchen ist. Da die Mutter den größeren Energieaufwand hat, ist es erstrebenswert das Männchen zu sein! Und hier noch ein Rekord: Die Limax coisicus, eine eher seltenere Schneckenart, weist eine Penislänge von bis zu 60cm auf: „Das ist der längste (im Vergleich zur Körperlänge), den wir finden konnten“.

Nach weiteren spannenden Praktiken zur Fortpflanzung wie z.B. „Blümchensex“ und netten Einzelheiten zur Aufzucht von Kindern, stellte uns Herr Schmid eine Frage, die zwar ziemlich banal, aber trotzdem von keinem Biologen so richtig beantwortet worden ist: „Warum eigentlich Sex?“. Die Sexuelle Fortpflanzung ist pragmatisch gedacht ja total ineffizient. Sie ist extrem energieaufwendig, was im Sinne der Evolution eher hinderlich ist. Trotzdem verwenden sie viele Tier und auch Pflanzenarten…..

Am Ende des Tages, hatten wir dann viele Eindrücke, Erkenntnisse und vielleicht Inspirationen mitgenommen, die uns alle Einblick gaben in die vielseitige Welt der Biologie, der „Wissenschaft des Lebens“. Wieder einmal ein sehr gelungener Ausflug, der das Bewusstsein des Lernens prägen sollte und uns wohl noch oft zum Nachdenken über den eigenartigen Akt der Menschen, Tiere, Pflanzen und gar Bakterien verleiten wird. 

Ein kleiner Tipp noch, den uns unsere Biolehrerin Frau Schneider mitgab: Wer noch kein Weihnachtsgeschenk für seine Eltern oder Verwandten hat, könnte ihnen ja eine Führung durch die Ausstellung schenken. Es lohnt sich ;).  

Joss Reinicke, Jahrgangsstufe 2

MIKRO + BIO? = LOGISCH!

 

Der Schülerkongress am 8. November 2011 lockte viele Nachwuchsforscher aus ihren Schulen in die Labore der Universität Tübingen. So auch drei unserer Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 2 des vierstündigen Biologiekurses. Zusammen mit ihrer Lehrerin Karin Schneider erfuhren Büsra Kücük, Katharina Schäfer und Franziska Schlootz durch insgesamt acht Impulsvorträge am Vormittag wie aktuelle Forschung im Bereich der Mikrobiologie aussieht. So besitzt der Menschen insgesamt ca. 10 Billionen Körperzellen, ist aber von mehr als 100 Billionen menschlichen Bakterienzellen besiedelt. Ein Großteil dieser Bakterien findet man im Darm, der durch seine gemütliche Temperatur, reichlich Nahrung und ein großes Platzangebot bedingt durch die Oberflächenvergrößerung der Darmzotten sowohl „guten“ als auch Krankheitserregenden Bakterien einen idealen Lebensraum bietet. Der Mensch ein Ökosystem für Mikroorganismen.

Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika war immer wieder ein Thema. Von MRSA, das vor allem bedingt durch zu schlechte Hygienebedingungen in deutschen Kliniken immer wieder Menschenleben fordert, über Hausärzte, die bei jeder Erkältung Antibiotika verschreiben, obwohl Antibiotika nur bei Bakterien- nicht aber bei Viruserkrankungen helfen, bis hin zu Notfall-Antibiotika, die mittlerweile schon in der Geflügelmast in den USA eingesetzt werden, da einzelne Firmen möglichst viel Profit heraus holen wollen. Immer wieder stoßen die Forscher mit ihrem Wissen auf das Problem „Geld“.

Auf der Suche nach neuen Antibiotika ist die Abteilung Organische Chemie beschäftigt. Sie sind auf der Suche nach den „Top Ten der Mikroorganismen“. Solche „talentierten“ Bakterien zu finden, zu kultivieren und ihnen das Geheimnis der Synthese von neuen Naturstoffen zu entlocken, ist eine spannenden Aufgabe, der sich einzelne Schüler am Nachmittag im Labor widmen durften. Dabei wurden sie betreut von Doktoranten, die ihnen die praktische Arbeit vom „Abnutschen“ bis hin zum Ausstreichen von Bakterien auf Agaroseböden zeigten.

Insgesamt gab es sieben weitere Workshops am Nachmittag. Von „Bakterien, die Medikamente produzieren“, über „CSI Tübingen- Dem Erreger auf der Spur“ bis hin zu „Geomikrobiologie- Wie Bakterien Minerale bilden“ konnte Schüler angeleitet und individuell betreut experimentelle Mikrobiologie erleben.

Die Veranstaltung wurde durch das Projekt GenBioCom und dem SFB 766: Bakterielle Zellhülle, die beide in der Abt. Mikrobiologie/Biotechnologie des IMITs von Prof. Wohlleben koordiniert werden, organisiert. Der Kontakt mit Forschern und ihrer Arbeit und die Möglichkeit viele Fragen zu stellen waren ein großer Gewinn sowohl für Schüler als auch für die Lehrer.

Karin Schneider

Streikfrühstück Oktober 2011

Während der Streiktage der Stadtbahnen in Stuttgart im Oktober 2011 öffnete die Waldschule schon um 6.30 Uhr die Tore und bot ein Streikfrühstück an. Fahrgemeinschaften konnten so die Schülerinnen und Schüler zur Schule bringen, bevor ab ca. 7.15 Uhr in Degerloch der Verkehr zusammen brach.
Das Streikfrühstück am morgendlichen Kommunikationsplatz im Foyer der Schule wurde sehr gut angenommen. Die Stuttgarter Zeitung berichtete hier

 

Kontakt

  • Telefon: 0711 806697-0

 

  • Fax: 0711 806697-21

 

 

  • Telefonnummer zur Krankmeldung von Schülern: 0711 806697-13

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