Projekte

Besuch bei Sujan im "Haus der Hoffnung in Kathmandu

Das "Haus der Hoffnung" hat das schwere Erdbeben im April 2015 ohne größere Schäden überstanden und niemand im Haus ist verletzt worden. Jedoch entwickelt sich eine prekäre Versorgungslage für die Kinder. Hierzu berichtet Walter Neumann hier.


Der stellvertretende Schulleiter der Waldschule Walter Neumann besuchte in den Osterferien 2014 unseren Kooperationspartner "Haus der Hoffnung" in Kathmandu und unser "Patenkind" Sujan (zu ihm ältere Berichte hier). Nachfolgend sein Reisebericht mit Bildershow:

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Ellen Dietrich leitet, zusammen mit nepalesischen Partnern, seit 2008 das „Haus der Hoffnung“ in Kathmandu/Nepal. Hier wohnen Kinder, die aus verschiedenen Gründen kein Zuhause mehr haben, z.B. weil ihre Eltern verstorben sind oder kein Geld mehr hatten sie zu ernähren. Die Kinder leben dort wie in einer großen Familie und gehen tagsüber in eine nahe gelegene Schule. Seit über  drei Jahren hat nun die Waldschule eine Patenschaft für den heute 14 Jahre alten Sujan übernommen. Die Patenschaft kam über Vermittlung von Frau Dietrich zustande, die vor einigen Jahren die für uns zuständige Schulreferentin am Regierungspräsidium Stuttgart war.

So wuchs in mir der Wunsch, das Projekt „Haus der Hoffnung“, unser Patenkind und die Bergwelt des Himalaya zu sehen. In den Osterferien 2014 war es nun so weit. Meine Frau und ich flogen mit einer Gruppe der VHS Schwäbisch Gmünd unter Leitung von Frau Dietrich nach Kathmandu. Auf dem Programm standen die Besichtigung von Kathmandu sowie der beiden anderen Königsstädte Bhaktapur und Patan, eine Safari im Chitwan-Nationalpark und Pokhara am Fuße der Anapurna-Gruppe. Ergänzt wurde das Ganze durch die Besichtigung von sozialen/caritativen Einrichtungen wie dem „Haus der Hoffnung“, Sujans Schule, einer Klinik für Verbrennungsopfer und Leprakranke.

Am Montag, den 14.04.2014, empfingen uns die Kinder des „Hauses der Hoffnung“, um mit uns mit einem bunten Programm das Neujahrsfest 2071 (!) zu feiern. Anschließend wurden alle Gäste zu einem Abendessen eingeladen, was angesichts der Menge eine logistische Meisterleistung war. Das „Haus der Hoffnung“ selbst machte einen sehr sauberen Eindruck; im Erdgeschoss befindet sich eine Küche mit Aufenthaltsräumen in denen gegessen, gelernt und gespielt wird. Zum Essen gibt es zweimal täglich Dalbat, ein Reisgericht mit einer Linsensoße, dazu dreimal pro Woche Obst und an den anderen Tagen roh geschnittenes Gemüse. In den oberen Stockwerken wohnen die Kinder. In den Zimmern stehen Stockbetten; auf einem Holzbrett liegen relativ dünne, dafür sauber bezogene Matratzen. An Kleiderhaken hängt in den Zimmern die Tageskleidung. Schränke sucht man vergebens; dafür gibt es ein Kleiderzimmer, in dem die Kleidung der Kinder über Holzstangen hängt. Auf einer Stange hängen alle Hosen, auf einer anderen alle Hemden usw. In alle Kleidungsstücke ist ein Namensschild eingenäht, damit die Kinder auch wissen, wem was gehört. So wie es für die Kinder keine Intimsphäre gibt, so haben die Kinder auch keine privaten Spielsachen; alles gehört allen. Dass das Leben im „Haus der Hoffnung“ trotzdem harmonisch und ohne größere Streitereien abläuft, hängt damit zusammen, dass sich die Kinder durchaus bewusst sind, wie gut es ihnen im Vergleich zu vielen Altersgenossen geht. Unser Sujan ist ein netter, relativ groß gewachsener Junge, der sich einerseits aktiv in das Leben im „Haus der Hoffnung“ einbringt, aber andererseits relativ schüchtern ist. So passte es auch ins Bild, dass ihn unser Besuch eher etwas verunsichert hat, weil er dadurch im Vergleich zu den anderen Kindern etwas hervorgehoben wurde.

Auch der Schulbesuch war für uns recht interessant. Die Woche beginnt mit einer Art Morgenappell: alle Klassen stehen – der Größe nach aufgereiht – auf dem Schulhof. Nach einer gemeinsamen Morgengymnastik wird zunächst die Schulkleidung, anschließend die Fingernägel auf Sauberkeit  geprüft. Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne ziehen die Kinder in ihre Klassenzimmer ein und der Unterricht kann beginnen. Die Klassenzimmer sind recht klein und entsprechend beengt geht es bei 33 – 35 Kinder pro Klasse zu. Der Platz auf dem Pult eines Schülers reicht z.B. kaum für ein Mathebuch aus. Jedes Klassenzimmer ist mit einer Tafel ausgestattet; weitere Lehrmittel sucht man vergebens. Auch der ganze naturwissenschaftliche Unterricht läuft nur in der Kreidevariante an der Tafel ab; Experimente gibt es keine. Auch ITG wird nur an der Tafel unterrichtet; es gibt keinen Computerraum. Dafür fehlt einfach das Geld. Der Unter-richt läuft weitgehend dozierend ab und die Schüler wiederholen vom Lehrer vorgegebene Lehrsätze, wie z.B.: „Im rechtwinkligen Dreieck gilt der Satz des Pythagoras  a2 + b2 = c2“. Für nepalesische Verhältnisse machte die Schule einen guten Eindruck auf uns; die Kinder waren sehr diszipliniert und lernwillig. Sie sehen Schule und Wissen als eine Chance auf ein besseres Leben u.U. auch im Ausland. Das hängt damit zusammen, dass Nepal für seine Bevölkerung nicht genügend Arbeitsplätze bietet.

Mich hat das Projekt „Haus der Hoffnung“ begeistert; hier wird einerseits gute und sinnvolle Arbeit an und mit den Kindern geleistet, andererseits kommen in diesem Projekt  90% der Spendengelder direkt bei den Kindern an, da auf deutscher Seite nur Verwaltungskosten anfallen,  ehrenamtlich gearbeitet wird und so nur die Löhne für die nepalesischen Beschäftigten gezahlt werden müssen.

Ihnen meine vielfältigen und z.T. gewaltigen Eindrücke hier zu schildern würde den Rahmen sprengen; dafür sollen einige Bilder sprechen. Mein persönliches Fazit dieser Reise möchte ich „zwischen Traum und Alptraum“ nennen. Der Traum, das ist die einmalige Bergwelt, die netten Menschen, ein Sicherheitsgefühl wie in Stuttgart, die hinduistischen und buddhistischen Tempelanlagen, alte Stadtbilder u.a.m. Der Alptraum umfasst die Lebensbedingungen der Menschen; kein Trinkwasser – es gibt bestenfalls gutes Brauchwasser - , Strom ist nur stundenweise verfügbar, eine für uns unvorstellbare Umweltbelastung durch Abgase (Verkehr), Staub (Trockenheit) und Müll. Da es keine Müllabfuhr gibt, wird der Müll überall hingeworfen; v.a. in die Flüsse, damit er von diesen Richtung Indien weggeschwemmt wird. Auch der Verkehr ist etwas gewöhnungsbedürftig; da es keine Gehwege gibt, teilen sich alle Verkehrsteilnehmer die Straße, wobei der Straßenbelag mich eher an einen Schweizer Käse und die zahlreichen heiligen Kühe an natürliche Hindernisse erinnerten.

Trotz allem hat Nepal auf mich einen gewissen Reiz ausgeübt, so dass ich Sujan und das Land in absehbarer Zeit nochmals bereisen möchte.

 

Walter Neumann, Mai 2014

 

 

GFS-Woche 2014

Am 24. Januar 2014 präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7c, 7d, 8a, 8b, 8c und 8d ihre Ergebnisse der GFS-Woche vor Eltern, Lehrern und Mitschülern. Informationen zur GFS-Woche gibt es hier.

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SMV-Exkursion Ritter-Sport

Die SMV der Waldschule führt am 2.4.2014 eine Exkursion zu Ritter-Sport nach Waldenbuch durch. Informationen und Anmeldung hier.

MyFinanceCoach-Aktionstag

Am 28.1.2014 fand wieder der "MyFinanceCoach-Aktionstag" in der Klassenstufe 10 Gymnasium, organisiert von Frau Neuefeind, statt. Bei diesem Workshop soll den Schülern sehr lebensnah die Verbindung der Schulfächer Geographie und Gemeinschaftskunde durch das integrative Modul "Wirtschaft und Umwelt" vermittelt werden. Die Schüler bekommen durch die externen Workshopleiter der My Finance Coach Stiftung GmbH an diesem Vormittag einen Einblick in den Lebenszyklus eines Mobiltelefons, also von der Idee bis zur Entsorgung und Recycling. Die Jugendlichen können so unter anderem dafür sensibilisiert werden, dass die Handy-Produktion global organisiert ist, dass die Produktion Ressourcen benötigt, die endlich sind und daher nachhaltiges Planen, Wirtschaften und Leben unabdingbar ist. So können die Schüler schließlich auch den "ökologischen Fußabdruck" eines Produktes bewerten und finden gemeinsam Lösungen zur CO2 -Verminderung.

 

 

Herzlichen Dank an die Referenten Frau Vinçon, Herr Drubba, Herr Müller und Herr Essig - alle Mitarbeiter der  Allianz AG -  die den Workshop sehr ansprechend und interessant für unsere Schüler gestaltet haben!

 

Weiter Informationen zu My Finance Coach gibt es hier.

Methodentag bei Festo

Unseren Methodentag der Klassenstufe 10 des Gymnasiums verbrachten wir bei der Firma Festo in Esslingen. Zuerst wurde in einem Vortrag die Firma Festo selbst vorgestellt und deren verschiedene Themenbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten. Nach dieser Vorstellung des Unternehmens ging es den gesamten Tag über das Thema Bewerbung. Wir fingen an mit der schriftlichen oder auch Online-Bewerbung. Anhand eines Beispiels eines solchen Bewerbungsschreibens, welches zwei Schülerinnen zu Verfügung stellten, wurden die wichtigsten Punkte besprochen, die es beinhalten sollte. Danach wurde ein Einstellungstest simuliert. Alle machten hierbei mit und waren teilweise überrascht, was für Aufgaben dort gestellt wurden. Nach diesem Test wurde ein Gruppengespräch simuliert. Hierfür hatten sich drei Schüler und drei Schülerinnen bereiterklärt. Die restlichen Schüler sollten beobachten, um danach der Gruppe Feedback zu geben. Die Schüler, welche am Gruppengespräch teilnahmen, mussten sich zuerst anhand eines mitgebrachten Gegenstandes vorstellen. Danach wurden in der Gruppe verschiedene Themen diskutiert und zum Schluss mussten sie versuchen ein Problem gemeinsam zu lösen. In diesem Fall war das Problem eine nicht vorhandene Brücke über einen Fluss. Hierfür mussten die Schüler also eine Brücke mit gestellten Materialien bauen, die ein Spielzeugauto aushalten mussten. Im Anschluss an dieses Gruppengespräch und der gemeinsamen Auswertung wurde noch ein Einzelgespräch simuliert. Für diese Simulation hatte sich ebenfalls eine Schülerin bereit erklärt.

Somit endete nach einer Verabschiedung und einem Feedback an die Firma und diejenigen, die uns über den Tag begleitet hatten, unser Methodentag. Das Feedback zeigte deutlich, dass dieser Methodentag zwar anstrengend aber dennoch sehr informativ war. Die Vorträge waren sehr gut ausgearbeitet und die Simulationen verschiedener Gespräche gaben einen guten Einblick in all das was uns später bei einer Bewerbung helfen könnte. Außerdem arbeiteten wir mit Mitarbeitern der Firma Festo zusammen, welche mit Bewerbungen tagtäglich zu tun haben und somit nochmal ganz andere Einwände und Beispiele einbringen konnten. Somit war es ein gelungener und informativer Methodentag.

 

Bericht: Emily Euchner, 10d, Dez. 2013

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