Exkursionen

Exkursion ins Audi-Werk nach Neckarsulm, Juni 2015

Einen Exkursionsbericht über den Besuch des zweistündigen Geo-Kurses im Audi-Werk in Neckarsulm finden Sie hier.

Zweitägige Exkursion des 4-stündigen GEO-Kurses nach Oberschwaben und ins Oberengadin am 10. und 11.07.2015

01_Wrm-EndmorneSchussenried
02_Landwasserviadukt
03_Morteratschgletscher
04_Pers-Morteratschgletscher
05_DiavolezzaGrdelnfassen
06_grdeln
07_DiavolezzaGruppenbild
08_AbstiegzumPersgletscher
09_Eislawine
10_aufSeitenmorne
11_aufPersgletscher
12_Gletschertisch
13_Strudelloch
14_AbstiegMorteratschgletscher
15_Morteratschgletscher-ZungeTor
16_Gletscherstand1920
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Das Schwerpunktthema für das Abitur 2016 „Genese einer ausgewählten Landschaft (Glaziallandschaft) in Europa als Ausdruck der räumlichen und zeitlichen Differenzierung geomorphologischer Prozesse“ sowie eine Westalpen-Exkursion während meines Studiums brachten mich auf die Idee, meinen Schülern eine zweitägige Exkursion nach Oberschwaben (Jung- und Altmöränenlandschaft) und ins Oberengadin (Gletschertour über den Pers- und Morteratschgletscher) anzubieten. Nachdem mein Vorschlag auf eine breite Zustimmung stieß, machte ich mich an die Vorarbeiten.

Am Morgen des 10.07.2015  brachen wir pünktlich kurz nach 7.00 Uhr bei schönstem Sommerwetter in zwei Fahrzeugen (einem Minivan und einem Pkw)  Richtung Süden auf. Unsere Route führte uns zunächst über die Schwäbische Alb – Lichtenstein, Zwiefalten – auf den 767 m hohen Bussen östlich von Riedlingen. Von der Wallfahrtskirche auf dem Bussen hatten wir einen herrlichen Panoramablick auf das vor uns liegende Oberschwaben; die Alpen waren leider nur im Dunst zu erahnen. Im Vordergrund sahen wir überwiegend ackerbaulich genutzte Flächen mit ländlichen Siedlungen und niedrigeren wallartigen Höhenzügen. Hierbei handelt es sich um die sog. Altmoränenlandschaft, d.h. diese Region war von den Gletschern der Risseiszeit – d.h. der vorletzten Eiszeit vor ca. 300.000 – 128.000 Jahren – bedeckt. Die weitesten Gletschervorstöße reich-ten bis an den Bussen und die Donau / Schwäbische Alb. In mitten dieser Landschaft liegt auch der 1,4 km2  große Federsee, ein Zungenbecken bzw. Eisrandstausee, der in der Nacheiszeit zunehmend verlandet ist. Südlich dieser Landschaft entdeckten wir deutlich höhere, bewaldete Bergrücken. Hierbei handelte es sich um die Endmoränenwälle der Würmeiszeit – d.h. der letzten Eiszeit vor ca. 115.000 – 10.000 Jahren. So unterscheidet man heute das flachere nördliche Oberschwaben – die Altmoränenlandschaft – vom deutlich hügeligeren südlichen Oberschwaben – der Jungmoränenlandschaft – mit dem Bodensee als Zungenbeckensee.

Unser nächstes Ziel war der südlich von Bad Saulgau gelegene würmeiszeitliche Endmoränenwall. Nördlich dieser Endmoräne bekamen wir beim Blick in eine Kiesgrube einen Eindruck von der Mächtigkeit der von den Gletscherbächen vor den Endmoränen abgelagerten Schotterflächen. Dort wo einst die Gletscherbäche die Endmoräne durchbrachen, in den sog. Schmelzwassertoren, finden sich heute oft Verkehrswege – Straßen und Eisenbahnlinien.

In Bad Schussenried erwanderten wir als Nächstes den ca. 6 km langen Geo-Pfad. Er führte und aus dem ehe- maligen Zungenbecken des Gletschers – dort wo heute Bad Schussenried liegt – auf den ca. 60m höheren End-

moränenwall, von dem wir einen herrlichen Blick auf das Schussenrieder Becken hatten. Unterwegs entdeck-ten wir einen über 5 t  schweren Findling aus den Vorarlberger Alpen, einen Toteissee, mehrere Moorseen und am nördlichen Rand von Bad Schussenried einen niedrigeren Moränenwall, eine sog. Rückzugsmoräne.

Nun stand eine längere Autofahrt an: Über Wangen im Allgäu und durch den Pfändertunnel erreichten wir Vorarlberg, wo wir den Alpenrhein querten und auf der Schweizer Seite weiter dem Rhein Richtung seiner Quelle folgten. Hinter Chur sahen wir den Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein; letzterem folgten wir bis Thusis. Von hier aus führte unsere Fahrt flussaufwärts entlang des Albulaflusses. Beim Solisviadukt der Rhä- tischen Bahn hatten wir einen atemberaubenden Blick in die ca. 90 m unter uns durch die enge Schinschlucht rauschende Albula. Kurz vor Filisur führte uns ein kleiner Fußmarsch zum Landwasserviadukt, einem beein-druckenden Brückenbauwerk mit 65 m Höhe, 136m Länge bei einem Radius von 100 m und 2% Steigung. Daher gehört diese Brücke auch seit 2008  zu den UNESCO Weltkulturstätten.

Der nun folgende Streckenabschnitt Bergün – Preda zeigt die geniale Ingenieurskunst des Eisenbahnbaus in den Alpen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Auf 6,5 km Luftlinie erklimmt der Zug mittels zahlreicher Kehr- bzw.  Wendetunnels und Viadukten – die mehrfach die Straße queren - 420 Höhenmeter bei einer maximalen Steigung von 3,5%. Während der Zug ab Preda in dem fast 6 km langen Albulatunnel Richtung Oberengadin rollt, fuhren wir auf teilweise einspuriger Passstraße über den 2.312 m  hohen Albulapass zu unserem Quartier nach Pontresina. Nach einem  4-gängigen Abendmenü in der Jugendherberge in Pontresina war angesichts der zahlreichen Eindrücke bald Nachtruhe angesagt.

Nach einem guten Frühstück am Samstagmorgen hieß es dann wieder Autos packen; wir fuhren auf der Berninastraße bis zur Talstation der Diavolezza. In Großkabinen schwebten wir anschließend auf knapp 3.000m Höhe. Oben auf der Diavolezza eröffnete sich für uns ein atemberaubendes Panorama auf die Berninagruppe im Westen und bis zum Ortler im Osten. Nachdem jeder passende Grödeln für seine Schuhe und uns unser Bergführer gefunden hatte, ging es auf die spannende Gletschertour; leider oder vielleicht auch Gott sei Dank ohne die begleitenden Lehrer. Bei beiden hatten sich die Schuhsohlen abgelöst, so dass an ein Mitlaufen nicht zu denken war. Die Tour dauerte ca. 6,5 Stunden und führte über 1.100 Höhenmeter hinunter bis zum Bahnhof Morteratsch. Bei dem Blick auf die Berninagruppe, waren deutlich Nähr- und Zehrgebiet eines Gletschers sowie Karmulden mit Hängegletschern als Entstehungsgebiet eines Gletschers erkennbar. Eine kleinere Eislawine vom Hängegletscher am Piz Bernina führte uns beeindruckend die Naturgefahren der Gletscherwelt vor Augen. Zunächst ging es über felsiges Gelände und über die Seitenmoräne abwärts zum Persgletscher. Diesen überquerten wir – vorbei an Gletscherspalten – bis zur Isla Persa. So erlebten wir aus nächster Nähe eine Seitenmoräne – nie gedacht, dass diese so hoch wäre - , Mittelmoränen mit fast mannshohen Gesteinsblöcken, Gletschertische, kantiges Obermoränenmaterial, oberflächliche Schmelzwas-serbäche und Gletschermühlen. Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns auf den recht steilen Abstieg über den Morteratschgletscher bis zu dessen Gletschertor, wo bereits Herr und Frau Neumann mit neuen Schuhen auf uns warteten. Nun führte uns der Weg noch knapp eine Stunde über die freigelegte Grund-moräne bis zum Bahnhof Morteratsch. Mit zunehmendem Abstand vom Gletscherrand wurde die Vegetation dichter und üppiger. Bei der Tafel Gletscherstand 1920  konnte man gut sehen, wie die Vegetation mit Erlen und Arven bereits die Grundmoräne wieder bedeckt hatte. Auf dem Parkplatz kurz hinter dem Bahnhof Mor- teratsch standen glücklicherweise unsere Autos. Nachdem wir uns umgezogen und etwas gestärkt hatten, sanken wir glücklich aber etwas erschöpft in die Autositze und ließen uns z.T. schlafend heimfahren. Lediglich das Geratter der Eisenbahnwagen auf der Fahrt durch den Vereinatunnel hat uns zeitweise wieder erwachen lassen.

So hatten wir binnen zwei Tagen einen guten Überblick über die morphologischen Vorgänge eines rezenten Gletschers und die landschaftsprägende Wirkung derselben vor über 10.000 – 300.000 Jahren erhalten.

Walter Neumann mit Schülern

Geo-Exkursion ins obere Wieslauftal - März 2015

Einen Schülerinnenbericht über die Geo-Exkursion des vierstündigen Geo-Kurses ins obere Wieslauftal finden Sie hier.

Ein Traum von Rom


Einen Schülerbericht mit Bildern über den Besuch der Klassen 6 in der Landesausstellung "Ein Traum von Rom" im April 2015 finden Sie hier.

Exkursion ins Fehling-Lab am 15. Juli 2014

 

Ihr solltet niemals, aber wirklich niemals Cola mit einer Riesenportion Backpulver-Brause- Mix mischen!!! Aber genau DAS haben wir getan. Das hat vielleicht geschäumt. Zuerst waren es nur ein paar Bläschen, und für „naturwissenschaftlich interessierte“ Schüler ist das noch nicht wirklich spektakulär. Aber dann ist es losgegangen wie eine Bombe: das Becherglas ist übergelaufen, dann ist das Ganze auf den Tisch getropft. Die Putzfrau hat sich bestimmt gefreut!

Hier kommt die Erklärung:

Wenn man Cola zum Beispiel mit Brause mischt, entsteht Gas (CO2).Das Gas ist leichter als die Flüssigkeit, also steigt es nach oben. Aber durch die Oberflächenspannung wird ein bisschen Flüssigkeit mitgenommen. So entstehen die Blubberblasen, die man vom Baden kennt. Das Ganze ist ultrapraktisch, weil man damit Luftballons aufblasen kann. In unserem Experiment ging das ziemlich schnell.

Das Gleiche funktioniert auch mit einer Vitamintablettendose: Wasser rein, Deckel zu und warten. Und dann: PLOPP! Der Deckel wird vom hohen Gasdruck weggeschossen.

Außerdem haben wir den pH-Wert kennengelernt. Außer sauren Stoffen gibt es auch alkalische Stoffe, sie sind das Gegenteil von den sauren, und die neutralen Stoffe, die sind keins von beiden.

Das alles haben wir am Dienstag, den 15. Juli 2014 im Fehling-Lab an der Universität Stuttgart ausprobiert und untersucht. Mit dabei waren 10 Schüler der Klassen 5+6, Frau Schneider und Herr Jurich.

Felix Hilt, Klasse 5d

 

 

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