Partnerschule in der Türkei

Schüleraustausch mit TAKEV-Izmir

Seit dem Schuljahr 2007/08 gibt es die Schulpartnerschaft zwischen der deutsch-türkischen Schule (TAKEV) in Izmir an der türkischen Westküste und der Waldschule Degerloch. Die TAKEV besteht aus einer Grundschule (Klasse 1-8) und einem Gymnasium (Klasse 9-12) mit ca. 1000 Schülern im Süden Izmirs. Es handelt sich um eine vor wenigen Jahren neu gegründete Privatschule, in der ab der ersten Klasse Deutsch als Fremdsprache verstärkt mit durchschnittlich 12 Wochenstunden unterrichtet wird. Ziel der Schulpartnerschaft ist von Seiten der Waldschule nicht das Sprachenlernen sondern der Kulturaustausch. Die deutschen Schüler lernen durch den Aufenthalt in den Familien und das Programm vor Ort die Türkei und ihre Menschen intensiv kennen. Vom 30. April bis 10. Mai 2008 waren erstmals 16 Schülerinnen und Schüler aus den vier 9. Klassen der Waldschule in Izmir. Sie kamen begeistert und beeindruckt wieder zurück. So sah das Programm aus:

Mi., 30. April Flug Stuttgart-Izmir: 16 Schülerinnen und Schüler der Waldschule und zwei Begleitlehrer landen um 18 Uhr Ortszeit in Izmir und werden von den Gastfamilien direkt am Flughafen herzlich in Empfang genommen. Da die deutschen und türkischen Schüler schon einige Wochen vorher in Mailkontakt standen und sich von Fotos wiedererkannten, klappt die Teamfindung reibungslos.

Do., 1. Mai Mit Schulbussen der TAKEV gelangen die Schüler zur Schule. Nach einer Schulführung steht eine Projektarbeit über Izmir auf dem Programm. Die deutschen Schüler erarbeiten sich Informationen zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten von Izmir. Die Ergebnisse werden im Schulhaus ausgestellt. Am Nachmittag wird die Halbinsel Cesme mit dem Bus besichtigt und in Cesmealti eine Stopp eingelegt. Um 16 Uhr endet jeden Tag die Schule bzw. das Programm und die Schüler begeben sich in die Gastfamilien, wo sie die Abende verbringen.

Fr., 2. Mai Die Schüler bereiten den Besuch von Ephesus durch eine Projektarbeit in der Schule vor. Deutsche und türkische Schüler präsentieren ihre Projektergebnisse. Am Nachmittag steht eine Stadtrundfahrt in Izmir auf dem Programm. Mit der Autofähre geht es zunächst von der Süd- zur Nordseite der Bucht von Izmir und anschließend durch die Stadtteile Alsancak und Konak zurück nach Narlidere, wo die Schule liegt. Die Schüler nehmen an der Wochenschlussfeier der TAKEV im Schulhof teil: Alle Schüler der TAKEV versammeln sich in Schuluniform im Schulhof, Wettbewerbssieger werden ausgezeichnet, die Nationalhymne gesungen und verkündet, dass ab Montag die Sommeruniform (Poloshirt statt Hemd) getragen wird.

Sa., 3. Mai Die türkischen und deutschen Schüler besuchen gemeinsam Alacati und Cesme auf der Cesme-Halbinsel.

So., 4. Mai Programm in den Familien.

Mo., 5. Mai Vormittags besuchen die Schüler das Kent-Museum und die Agora in Izmir. Am Nachmittag steht eine Wanderung ausgehend vom Stadtteil Balcova in die Berge auf dem Programm.

Di., 6. Mai Besuch von Ephesus: Besuch der antiken Stadt und des „Haus der Maria“.

Mi., 7. Mai Im Titus Nature Camp auf der Cesme-Halbinsel werden sportliche Wettkämpfe von deutsch-türkischen Schülerteams durchgeführt.

Do., 8. Mai Vormittags findet die offizielle Einweihungsfeier des Schulneubaus des Gymnasiums statt. Am Nachmittag steht der Besuch des alten Bazars von Izmir (Kizlaragasi-Han) und der Hisar-Moschee auf dem Programm.

Fr., 9. Mai Besuch der Grundschule der TAKEV und des Thermalbads im Stadtteil Balcova. Um 18 Uhr findet die Abschiedsparty der deutschen und türkischen Schüler mit Eltern in der Mensa des Gymnasiums statt.

Sa., 10. Mai Um 14 Uhr landen die deutschen Schüler wieder wohlbehalten in Stuttgart.

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Schüler der Klassen 9, die im Schuljahr 2007/08 am Schüleraustausch mit Izmir teilgenommen haben, haben nachfolgenden Bericht verfasst, der am 7. Juli 2008 auf der Schülervollversammlung vorgetragen wurde:

Dieses Jahr fand der erste Austausch der Waldschule mit der deutsch-türkischen TAKEV Schule in Izmir statt. Sechzehn Schülerinnen und Schüler aus allen neunten Klassen waren vor den Pfingstferien 10 Tage in Izmir. Zur optimalen Vorbereitung auf den Aufenthalt fanden mehrere Vortreffen statt, bei denen wir ein wenig türkisch erlernten und uns mit der türkischen Kultur beschäftigten, die in vielen Punkten nicht dem entspricht was man sich in Deutschland darunter vorstellt. Ein weit verbreitetes Vorurteil ist zum Beispiel dass alle türkischen Frauen ein Kopftuch tragen und dass die Menschen in der Türkei sich hauptsächlich von Kümmel und Knoblauch ernähren. 
Am 30. April war es endlich soweit, wir flogen in die Türkei. Nachdem wir herzlich empfangen wurden, fuhren wir zusammen mit unseren Austauschschülern, mit denen wir vorher schon Kontakt aufgenommen hatten, zu unseren Gastfamilien.
In den nächsten 10 Tagen sollten wir neue Freunde finden und viele interessante Dinge sehen und erleben. Besonders beeindruckte uns der prachtvolle Neubau der Schule. Die Schule ist extrem sauber und außerordentlich schön eingerichtet. Auch die Fachräume sind gut ausgestattet. Während unserer Zeit bei TAKEV nahmen wir auch einige Male am Unterricht teil. Hierbei fielen besonders die vielen Deutschstunden auf, so dass auch Austauschschüler, die erst ein halbes Jahr Deutsch gelernt hatten, die Sprache schon recht gut beherrschten. Ein weiteres Merkmal der Schule waren die Schuluniformen, die bei vielen deutschen Schülern großen Anklang fand. TAKEV organisierte viele interessante Ausflüge für uns. An einem Tag fuhren wir mit unseren Austauschpartnern nach Cesme, einem beliebten Ferienort an der Küste. Das Wasser war so warm, dass man sogar im Meer schwimmen konnte. Ein Ausflug, den wir ebenfalls mit den türkischen Austauschschülern gemeinsam unternahmen, führte uns in eine Art Vergnügungspark, in dem wir Paintball spielen sollten. Dies löste ein sehr geteiltes Echo aus. Während es für einige Schüler eines der Highlights des Aufenthalts war, löste es bei Anderen Befremden aus, auf andere Menschen zu schießen. Einer der lehrreichsten Tage des Austausches war der, an dem wir ein urchristliches Taufbecken und eine Kapelle und anschließend die antike Ruinenstadt Ephesos besichtigten. Ephesos ist eine der größten Ausgrabungsstätten der Welt, und dank der Mischung verschiedenster Bauepochen und des beeindruckenden Amphitheaters wahrscheinlich auch eine der schönsten. Weitere Ziele von uns waren die Balcova Thermen, ein Berg auf den wir wanderten, das Izmirer Stadtmuseum, die TAKEV Grundschule, der Bazar und eine Moschee. 
Eine für uns seltsame Erfahrung war das wöchentliche Singen der Nationalhymne, wobei die Schüler strammstehen mussten und nicht lachen durften. Als Schüler aus einer Gesellschaft, in der aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit, überzogener Nationalstolz diskreditiert ist, ist uns dieses fremd. 
Auffällig war auch der Personenkult um Kemal Atatürk, der oftmals fast bizarre Formen annahm. So hing in der Takev Grundschule, die wir besuchten, ein großes Bild Atatürks, das von roten Papierherzen umrahmt wurde, auf denen die Grundschüler eine Art von Liebesbriefen an ihn geschrieben hatten. Auch sonst  waren in der Stadt Denkmäler und Porträts Atatürks allgegenwärtig. Dies zeigt, dass die Türkei in der Aufarbeitung ihrer Geschichte noch einen langen Weg vor sich hat, denn Atatürk hat sicherlich viele positive Reformen auf den Weg gebracht, er ist aber auch für den übersteigerten Nationalismus in der Türkei verantwortlich. Allerdings zeigte sich während unseres Aufenthalts, dass das deutsche Türkeibild, das hauptsächlich von den hier lebenden meist aus Anatolien stammenden Gastarbeitern geprägt ist, in vielen Fällen nicht mit der Realität übereinstimmt, so trugen in Izmir trotz der in den letzten Jahren voranschreitenden Islamisierung die meisten Frauen kein Kopftuch.  
Vor einer Woche kamen die meisten unserer Austauschschüler zum Gegenbesuch nach Deutschland. In den neun Tagen ihres Aufenthalts sollen sie möglichst viel über das Leben ihrer Austauschpartner und Deutschland allgemein erfahren. Außerdem werden viele  Ausflüge unternommen um ihnen die Möglichkeit zu geben, Stuttgart kennen zu lernen. So waren wir letzte Woche gemeinsam auf dem Neckar Kanu fahren, Klettern und in Ludwigsburg. Am Dienstag findet schließlich noch ein Empfang beim stellvertretenden Ministerpräsidenten statt.
Der Austausch war auf jeden Fall für alle Teilnehmer eine lohnende, den interkulturellen Dialog fördernde Erfahrung. Nicht zu vergessen ist die durch den eher ungewöhnlichen Schüleraustausch in die Türkei entstehende Schärfung des Schulprofils. 
Zum Schluss möchten wir noch Herr Buschmann und Frau Straub unseren Dank dafür aussprechen, dass sie uns mit großem Engagement diese hochinteressante und bereichernde Erfahrung ermöglicht haben.

Und so sah das Programm der türkischen Schüler bei ihrem Besuch in Stuttgart aus:

Mo., 30.6.: Ankunft der 13 Schüler aus Izmir am Stuttgarter Flughafen. Nachmittag und Abend in den Gastfamilien.

Di., 1.7.: Begrüßung an der Waldschule, Stadtrundgang, Fernsehturm.

Mi., 2.7.: Kanufahrt auf dem Neckar: Von Bad Cannstatt nach Remseck; gemeinsames Grillen beim Ruderclub Neckarrems.

Do., 3.7.: Kletteraktion (Kletterwand des DAV auf der Waldau) und Besuch des Mercedes-Museums.

Fr., 4.7.: Schlossführung in Ludwigsburg, Besuch des Modemuseums, Stadtrundgang in Ludwigsburg.

Sa., 5.7.: Besuch des Urweltmuseums in Holzmaden, Wanderung zum Steinbruch Kromer; dort Suche nach Fossilien.

So., 6.7.: Programm in den Gastfamilien.

Mo., 7.7.: Kunstprojekt: Schüler aus Izmir gestalten eine Wand in der Waldschule. Projektarbeit zu Integration und Migration. Schülervollversammlung mit Vorstellung der Gastschüler und der Schulpartnerschaft.

Di., 8.7.: Besuch des Planetariums. Empfang der deutschen und türkischen Schüler und Gespräch mit dem stellv. Ministerpräsidenten, Justizminister und Integrationsbeauftragten von Baden-Württemberg, Prof. Dr. Ulrich Goll MdL im Justizministerium. Abschlussparty in der Waldschule.

Mi., 9.7.: Verabschiedung an der Waldschule. Rückflug nach Izmir

Im Juli 2009 gestalteten die Austauschschüler aus Izmir bei ihrem Aufenthalt an der Waldschule im Rahmen eines Kunstprojekts ein Erinnerungszeichen, das jetzt im Besprechungsraum im Rektoratsbereich zu sehen ist.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch der Waldschüler in Izmir, 02. – 10. Juni 2011:

 

Riesige Koffer, ein früher Morgen im Juni 2011 und 12 aufgeregte Schüler der neunten Klassen zusammen mit Frau Frieß und Herrn Neumann, - das alles am Stuttgarter Flughafen.

Ganz einfach, der große Schüleraustausch Stuttgart - Izmir stand an.  

Izmir liegt im Nordwesten der Türkei, in einer großen Bucht und genau dorthin führte unsere Reise. Acht Tage lang sollten wir jeweils alleine bei einer türkischen Gastfamilie wohnen.

Natürlich waren wir unglaublich aufgeregt. Gleich nach der Ankunft sind wir getrennt voneinander in die jeweiligen Gastfamilien gegangen. Das Abenteuer Türkei hatte begonnen.

Am nächsten Tag trafen wir uns alle in der Takev Schule wieder und tauschten Erfahrungen aus.

Wir besichtigten die Schule, Izmir selbst, fuhren mit der Fähre und verprassten unsere türkischen Lira beim Shoppen um danach am Abend in die Familien zurückzukehren.

Das Wochenende war für Zeit mit den Familien bestimmt, doch ich traf mich zusammen mit meiner sehr netten Austauschschülerin Irem, mit anderen Austauschschülern und ihren Gastgeschwistern zu einem netten Tag.
Am Montag stand dann der gemeinsame Ausflug mit den Austauschschülern an. Zusammen fuhren wir nach Alaçati, Ilica und Cesme. Wir besichtigten die Burg von Cesme und schwammen im Meer oder ritten auf einer Banane oder einem Wassersofa über die Wellen.

Am Dienstag brachen wir auf um die Ruinen von Ephesus zu besichtigen aber davor führte der Weg uns erst mal zu dem Haus der Mutter Maria.

In den darauf folgenden Tagen besichtigten wir den alten Bazar von Izmir und die mitten drin liegende HISAR Moschee. Nach einem Kochprojekt (gerollte Weinblätter, Cigara böregi und türk. Kartoffelsalat) sowie einem Abschlussfest in der Takev Schule trafen wir uns am nächsten Tag am Flughafen um die Heimreise anzutreten. Wir verabschiedeten uns mit der Absicht wieder zurückzukehren.

 

Acht Tage war ich zu Gast in einem fremden Land mit anderen Kulturen. Ich habe so viel erfahren und kennen gelernt. Obwohl die Türkei so anders ist als Deutschland, habe ich mich schnell wohlgefühlt. Ich glaube nur durch die Chance alleine bei einer türkischen Familie zu leben, habe ich die Türkei richtig kennen gelernt. Ich habe neue Freunde die mir schon in so geraumer Zeit ans Herz gewachsen sind und ein ganz neues Bild von der Türkei. Ich würde jedem raten, der noch die Gelegenheit hat, auch einmal die Türkei so kennen zu lernen.

 

Stephanie Berner, Klasse 9a

 

 

Besuch der türkischen Schüler in Stuttgart, 28. Juni – 08. Juli 2011:

Wir hatten das Glück, am Schüleraustausch mit der Waldschule teilnehmen zu dürfen. 10 Tage lang haben wir viel Spaß in Stuttgart gehabt. Am ersten Tag sind wir auf den Fernsehturm gestiegen und haben einen schönen Blick auf Stuttgart und die Umgebung bekommen. An den folgenden Tagen haben wir das Planetarium und das Mercedes-Benz-Museum besucht. Außerdem haben wir Esslingen und Ludwigsburg mit dem Schloss und dem Märchengarten kennen gelernt und haben einen Ausflug in die Wilhelma gemacht.. Super war auch der Nachmittag in der Kletterhalle. Am Wochenende haben wir mit unseren Gastfamilien Ausflüge gemacht. Zuerst sind wir in den Europapark gefahren. Das hat sehr viel Spaß gemacht! Am Sonntag sind wir zuerst an den Affenberg und dann an den Bodensee gefahren. Wir haben viel deutsches Essen gegessen. Das hat uns sehr gut geschmeckt. Unser Aufenthalt in Stuttgart hat uns allen wirklich Spaß gemacht und wir haben uns in der Schule und in den Gastfamilien sehr wohl gefühlt. Wir haben sehr viel eingekauft und viele Sehenswürdigkeiten gesehen. Nur die Schule hat viel zu früh begonnen. Vielen Dank für alles!

Irem Yesilcavdar, Damla Ünveren, Oguz Gültepe

 

Besuch der deutschen Schüler im Mai 2012 in Izmir:
Anfang Mai 2012 standen wieder 14 aufgeregte Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a, 9c  und 9d  sowie deren Eltern zusammen mit Frau Deberling und Herrn Neumann am Stuttgarter Flughafen im Terminal 1. Der Abflug in die Türkei zum großen Schüleraustausch mit Izmir stand an. Nach ca. 3 Stunden Flug waren wir am Flughafen Adnan Menderes im Süden von Izmir gut gelandet und  wurden  von den türkischen Gastschülern, ihren Eltern und den beiden Kolleginnen Nesli und Nihan ganz herzlich empfangen.
Am nächsten Tag (Donnerstag) fuhren die Schüler i.a. mit den „Okul Tasitis“ – den kleinen Schulbussen – zum Gymnasium der TAKEV-Schule nach Sahilevleri, einem westlichen Vorort von Izmir, wo wir uns im Foyer trafen und unsere ersten Erfahrungen austauschten. Nachdem uns die Deutschabteilungsleiterin, Fr. Mandiraci, die Schule und das Schulgelände gezeigt hatte, erkundigten wir mit einem Bus die 4,5 Mio -Stadt Izmir. Bevor wir mit der Fähre über die Bucht wieder zurück zur Schule fuhren, hatten wir  im Stadtteil Karsiaka noch die Chance,  in das quirlige Geschäfts- und Marktleben einzutauchen. Abends kehrten die Schüler in die Familien zurück, bzw. verbrachten den Abend mit den türkischen Schülern.
Am darauf folgenden Freitag besichtigten wir den alten Bazar von Izmir und die mittendrin liegende HISAR Moschee. Vor dem Moscheebesuch mussten wir unsere Schuhe ausziehen; bei den Mädchen stand das „Verkleiden“ an – lange rosafarbene Mäntel und bunte Kopftücher verhüllten knappe Tops, Röcke oder Hosen. Innendrin waren wir dann alle von der Atmosphäre und den betenden Menschen fasziniert. Der alte Bazar selber lud natürlich zum Shoppen ein; Taschen und Kleidung standen besonders bei den Mädels hoch im Kurs.
Das Wochenende war für Zeit mit den Familien bestimmt; manche Schüler fuhren mit ihren Gastfamilien ans Meer in die Region Cesme, andere trafen sich in Izmir.
Am Montag stand dann der gemeinsame Badeausflug mit den Austauschschülern an. Zunächst wurde unsere Geduld auf  „Probe“  gestellt, da unser Bus einen Defekt hatte. Nach ca. zwei Stunden kam dann ein Ersatzbus, der uns an den Strand von Cesme brachte. Die deutschen und türkischen Schüler und Schülerinnen verstanden sich von Anfang an prächtig und so war der ganze Austausch von einem harmonischen Miteinander geprägt. Demnach  war es auch nicht verwunderlich, dass am Strand wie im Wasser gemeinsam gespielt und „herumgealbert“ wurde.
Am Dienstag brachen wir auf, um die Ruinen der von Griechen und Römern geprägten altertümlichen Hafenmetropole Ephesus zu besichtigen. Unser Führer Erkan – Deutschlehre an der TAKEV-Schule – erzählte uns etwas über den Bauplan antiker Städte, deren Gebäude mit  verschiedenen Säulentypen, dem römischen Wasserleitungsbau u.a.m.  Anschließend besichtigten wir noch das ehemals griechische Bergdorf Sirince, das durch seine Lage, die bunten Häuser und die vielen Geschäfte mit den diversesten Olivenprodukten, Kleidern und Strickwaren zu begeistern wusste.
Am nächsten Morgen trafen wir uns zu früher Stunde am Flughafen von Izmir, um nach schönen und erlebnisreichen gemeinsamen Tagen wieder die Heimreise anzutreten.


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Schüleraustausch mit Takev in Izmir im Jahr 2013

Im Mai und Juni 2013 stand wieder der Schüleraustausch mit den türkischen Schülerinnen und Schülern der Takev-Schule in Izmir auf dem Programm der Waldschule. Dieses Jahr begleiteten Frau Kubocz und Herr Phleps den Austausch.

Nach dreistündigem Flug erreichten wir bei Regen und kühlen Temperaturen die Türkei und wurden von Frau Mandiraci begrüßt, der Fachbereichsleiterin der Takev-Schule für Deutsch. Der aufregendste Moment ist immer der, an dem die Gastfamilien ihre Gastschüler abholen und begrüßen. Menschen, die man vorher noch nicht gesehen hatte und deren Leben die Schülerinnen und Schüler dann für eine Woche teilen. Es war eine offene und herzliche Begrüßung.

Täglich erreichten wir mit den „Okul Tasitis“ – den kleinen türkischen Schulbussen das Gymnasium der TAKEV-Schule in einem westlichen Vorort von Izmir, wo wir uns im Foyer trafen und unsere ersten Erfahrungen austauschten.  Der erste Tag, der Freitag,  war gefüllt mit einer Führung durch die Schule und einem ersten Kennenlernen der Stadt. Mit der Fähre überquerten wir die Bucht zur anderen Seite der 4,5-Mio Einwohner zählenden Stadt, nach Karşıyaka. Izmir liegt wie ein breiter Gürtel um die ganze Bucht herum und erstreckt sich vom Wasser weg alle Hänge nach oben ins Hinterland. Bei einigen Stopps in verschiedenen Stadtteilen und insbesondere im innersten Zentrum, in Alsancak,  hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit,  in das quirlige Geschäfts- und Marktleben einzutauchen. Abends kehrten die Schüler mit ihren Austauschpartnern in die Familien zurück und verbrachten den Abend mit den türkischen Schülern und deren Familien.

Das sich anschließende Wochenende verbrachten die Schüler mit ihren Austauschfamilien. Einige Familien fuhren in ihre Ferienhäuser, andere überlegten sich ein besonderes Programm zur Besichtigung von anderen Städten und Sehenswürdigkeiten, viele verbrachten die Zeit aber auch zuhause und ermöglichten es den Gastschülern ins alltägliche türkische Familienleben einzutauchen.

Am Montag brachen wir auf, um die Ruinen der von Griechen und Römern geprägten altertümlichen Hafenmetropole Ephesus zu besichtigen. Unser Führer Erkan – gelernter Reiseführer und Deutschlehrer an der TAKEV-Schule – erzählte uns sehr lebhaft über das Leben einer solchen antiken Stätte, ihren Gebäuden mit  verschiedenen Säulentypen, dem römischen Wasserleitungsbau u.a.m.  Das kleine ehemals griechische Bergdorf Sirince, das durch seine Lage, die bunten Häuser und die vielen Geschäfte mit den diversesten Olivenprodukten, Kleidern und Strickwaren zu begeistern wusste, trat neben Ephesus ganz in den Hintergrund, obwohl es ein sehr lohnendes Kleinod ist.

Am darauf folgenden Dienstag besichtigten wir den alten Bazar von Izmir und die mittendrin liegende Hisar-Moschee. Der alte Bazar selbst lud natürlich zum Shoppen ein; Taschen und Kleidung standen besonders bei den Mädels hoch im Kurs. Die Hisar-Moschee war für die Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckend. Natürlich brachte uns dieser Besuch auch zum Lachen, denn wir mussten zum Betreten der Moschee unsere leichte sommerliche Bekleidung mit Tüchern und Umhängen überdecken.  Im Innenraum waren wir dann alle von der ruhigen Atmosphäre und den betenden Menschen fasziniert.

Am Mittwoch  stand der gemeinsame Badeausflug mit den Austauschschülern an. Wir fuhren hinaus an den Strand von Cesme, wo die Sonne und die Wärme gerade so ausreichten, um im Meer zu baden. Schon auf der Rückfahrt war der Himmel wieder wolkig und kam leichter Regen auf. Insofern hatten wir großes Glück, dass in all den kühlen Tagen der Badeausflug gelang.

Wenige Wochen später waren dann die türkischen Gäste bei uns und auch unser kaltes und verregnetes Frühjahr hat dazu geführt, dass die türkischen Schülerinnen und Schüler zunächst wärmere Kleidung kauften. In Stuttgart und in Esslingens Altstadt hatten sie ausreichend Gelegenheit dazu. Darüber hinaus zeigten wir ihnen das Mercedes-Museum und das Schloss Ludwigsburg mit dem blühenden Barock.

Die deutschen und türkischen Schüler und Schülerinnen verstanden sich von Anfang an prächtig und so war der ganze Austausch von einem harmonischen Miteinander geprägt. Der gemeinsame Abschluss auf der Dachterrasse der Waldschule war ein voller Erfolg und nicht nur durch das schöne Wetter hatten wir eine sehr gute Atmosphäre und viel Spaß.

 

Für die Schülerinnen und Schüler hat der Austausch neue Horizonte aufgetan und neue Freundschaften begründet, von denen sie entschlossen waren, sie weiter zu führen. Wir hoffen, dass das auch gelingen möge und freuen uns, im nächsten Jahr wieder so einen erfolgversprechenden Austausch anbieten zu können.

 

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Über den Besuch in Izmir in Mai 2015 einer Schülergruppe der Waldschule finden Sie hier einen Schülerbericht.

Kontakt

  • Telefon: 0711 806697-0

 

  • Fax: 0711 806697-21

 

 

  • Telefonnummer zur Krankmeldung von Schülern: 0711 806697-13

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