Das pädagogische Konzept der Grundschule

Lernen im eigenen Takt

Unsere Aufgabe als Lehrer der Waldschule ist es, unseren Schülerinnen und Schülern zum Lernerfolg zu verhelfen. Jedes Kind hat ein Recht darauf, auf Basis seines individuellen Entwicklungsstandes gefördert und gefordert zu werden. Lernen ist ein aktiver Prozess, der ausgehend vom Schüler durch verschiedenste Lernformen, Materialien und Methoden so gestaltet wird, dass nachhaltiges und gehirngerechtes Lernen möglich ist.

Dazu bietet unser Stundenplan kompetenzorientierte Lernzeiten, in denen Kinder in ihrem persönlichen Lerntempo ihre Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern. Grundschullehrer sowie zusätzliche Bezugspersonen begleiten die Kinder auf ihrem Lernweg, so dass sie Stück für Stück in ihre Aufgaben hineinwachsen und während ihrer Grundschulzeit zunehmend mehr Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen können.

Helle, offene Räume mit Rückzugsmöglichkeiten, Lerninseln und eine altersgerechte Ausstattung sorgen für eine Lernumgebung, in der unsere Schüler sich wohlfühlen.

Wir wissen, dass zum Lernen gemeinsames Forschen und der Austausch über Gelerntes dazugehören. Eine ausgewogene Rhythmisierung von individueller Lernzeit, kooperativem Lernen und Plenumsunterricht sorgen für einen  abwechslungsreichen Schultag, an dem Kinder ihren eigenen Lerntyp und ihre Talente entdecken können und sich so erfolgreich erleben.

MINT-Profil

Wollen wir in der Region Stuttgart in der Globalisierung bestehen, werden die Kompetenzen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bei den Schülern zunehmend gefordert sein. Das Tüfteln und Experimentieren in den Kitas ist in den letzten Jahren gefördert worden. Auch an den weiterführenden Schulen gibt es MINT-Förderangebote. An den Grundschulen halten sich die Angebote bisher sehr in Grenzen, obwohl alle Untersuchungen zeigen, dass die Begeisterung für die MINT-Fächer früh geweckt werden muss, um ein dauerhaftes Interesse bei Kindern zu erzeugen. Die Waldschule will durch die MINT-Bildung an der Grundschule die Lücke zwischen Kita und weiterführenden Schulen schließen. Durch handlungsorientiertes und experimentelles Lernen wird ein Schwerpunkt auf die Faszination der MINT-Fächer und der Lernfreude an naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Phänomen gelegt. 

Über den dosierten Einsatz von Tablets und Computern werden die Schüler in die digitale Welt eingeführt. Die Waldschule legt Wert darauf, dass den Schülern eine ganzheitliche Medienkompetenz vermittelt wird, so dass die Schüler unterschiedliche Medien sinnvoll und altersgemäß einsetzen können. Dabei wird der Ausbildung einer eigenen Handschrift, Rechtschreib- und Ausdrucksfähigkeit aber weiter große Bedeutung beigemessen.

Diabetes Typ 1 / Ernährung und Bewegung

Die Zahl der Kinder mit Diabetes Typ 1 wächst deutlich. Ihnen wird an der Schule ein besonderes Angebot gemacht: Eine Kinderkrankenschwester, eine Diätassistenz und speziell geschulte Lehrkräfte stellen den Rahmen für einen sicheren Schultag, so dass bei diesen Kindern Routine im Ausbalancieren von Ernährung, Bewegung und Insulingabe entsteht. Die Klassen werden mit höchstens 20 Kindern gebildet, von denen zwei bis vier von dieser Stoffwechselstörung betroffen sein können. Im Rahmen des Inklusionsprojekts lernen gesunde und erkrankte Kinder, aufmerksam auf ihre Bedürfnisse zu achten. Es ist nicht beabsichtigt, Kinder mit Diabetes Typ 1 zu separieren, sondern eine Schulumgebung zu schaffen, in der sich alle Kinder in Rücksichtnahme aufeinander entwickeln können.

Im Schulalltag wird das Thema Ernährung und Bewegung eine besondere Rolle spielen, da Kinder mit Diabetes Typ 1 die Folgen von zu wenig Bewegung und ungeeigneter Ernährung für ihren Stoffwechsel einschätzen lernen müssen. Hiervon profitieren auch Kinder, die von der Erkrankung nicht betroffen sind. So wird auf dem Dach der neuen Grundschule ein Schulgarten eingerichtet. Selbst angebautes Obst und Gemüse wird von den Schülern verarbeitet und zubereitet. Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote werden in den Tagesablauf integriert.

Ganztagsschule

Die Waldschule ist die älteste Ganztagsschule in Stuttgart. Auch in die Grundschule fließt die lange Erfahrung der Schule mit dem Ganztag ein: Sie wird als Ganztagsgrundschule an drei Tagen mit täglich sieben Zeitstunden organisiert. Schulbeginn ist um 8.00 Uhr. Die verpflichtende Ganztagsschule endet an drei Tagen um 15.00 Uhr und an zwei Tagen um 12.15 Uhr. An allen Tagen wird ein Mittagessen angeboten. Eine Mensa und viel Erfahrung mit Schulessen sind vorhanden. Ergänzend wird an allen Tagen eine Betreuung bis 17.00 Uhr angeboten. Sie wird von der Schulsozialarbeit in offener Form und parallel mit konkreten Angeboten organisiert. Die Betreuung kann ergänzend zum verpflichtenden Teil wahrgenommen werden. Individuelle Absprachen über Nutzung und Abholung sind möglich.

Das pädagogische Konzept ausführlich:

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